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Aufbereitete Statistiken
Im Jahr 2000/2001 wurden die Berechnungsgrundlagen für die gesetzliche Rentenversicherung geändert. Es wurden zusätzliche geförderte Möglichkeiten geschaffen für das Alter vorzusorgen. Die bekannteste davon sind die Riester-Verträge. Da die Altersvorsorge auch ein wichtiges Mittel der Sozialpolitik ist, rückt diese spätestens alle vier Jahre in den Mittelpunkt des Bundestagswahlkampfes.
Gesetzliche Rentenversicherung Pro und Contra ist ein spannendes Thema und sowohl vom eigenen persönlichen Standpunkt, als auch vom politischen Glaubensbekenntnis abhängig.
Ein wesentliches Konstruktionsmerkmal der gesetzlichen Rentenversicherung ist das Solidaritätsprinzip. Einerseits sind alle Erwerbseinkommen von Angestellten und Arbeitern bis zur Beitragsbemessungsgrundlage rentenversicherungspflichtig und aus diesen werden die Beiträge entrichtet. Im Gegenzug dazu gibt es keinerlei Gesundheitsprüfungen und Arbeitnehmer mit gefährlichen Berufen bekommen die Renteneinzahlungen in die gleichen Entgeltwerte umgerechnet, wie Arbeitnehmer mit ungefährlichen Berufen. Insofern erfolgt ein solidarischer Ausgleich und keinerlei Abstufung nach dem Risiko. Dieses solidarische Prinzip ist eines der wichtigsten Argumente der gesetzlichen Rentenversicherung.
Das wichtigste Contra Argument bei gesetzliche Rentenversicherung der Gegner der solidarischen Lösung ist das Argument, dass private Unternehmen und private Versicherungen eben immer effizienter wären, als eine staatliche Lösung. Die Befürworter privater Lösungen gehen davon aus, dass diese Effizienzgewinne zu höheren Renten oder bei gleichen zu erwartenden Renten zu niedrigeren Einzahlungen führen würden. Renditen an Aktien- und Finanzmärkten wären höher, als das Umverteilen der Einzahlungen im Generationenvertrag.
Da Berechnungen der wirtschaftlichen Entwicklung für die nächsten 30-40 Jahre für den Vergleich der gesetzlichen Rentenversicherung Pro und Contra allerdings schwierig sind, ist diese Argumentation eher in die Kategorie eines politischen Glaubensbekenntnisses einzuordnen. Mit gleichlautender Argumentation wurde und wird auch die Privatisierung von Post und Bahn argumentativ unterfüttert.
Das Umlageverfahren ist das wesentliche Konstruktionsprinzip der gesetzlichen Rentenversicherung. Vereinfacht gesprochen werden alle Einzahlungen des jetzigen Monats an die derzeitige Rentnergeneration ausbezahlt (abgesehen von einer Schwankungsreserve). Dafür erhalten die jetzigen Einzahler kein epxlizit ausgewiesens Bankguthaben, sondern eine Zwischengröße von Entgeltpunkten und Beitragsmonaten für ihre eigene, spätere Rente. Diese wird dann aus den Einzahlungen der dann arbeitenden Generation ebenso im Umlageverfahren bezahlt.
Bei der Argumentation für die gesetzliche Rentenversicherung Pro und Contra ist dies auch das wichtigste Argument: Gerade bei instabilen Märkten und Bankenkrise ist ein abstrakter Gegenwert wie ein Anspruch auf prozentuale Beteiligung am Arbeitseinkommen in einigen Jahren wesentlich besser als ein Zertifikat oder eine Aktie. Denn dieser Anspruch "atmet" sozusagen. Steigen die Arbeitnehmer-Einkommen wesentlich an, so steigt auch die zukünftige Rente. Deshalb verbindet das Umlageverfahren sozusagen als Klammer die Generationen.
Beim Vergleich in Bezug auf die gesetzliche Rentenversicherung kommt es deshalb sowohl auf die eigene politische Überzeugung an, als auch die Tatsache, ob man dem Staat oder der Wirtschaft einen langfristig solideren Umgang mit seinen Rentenansprüchen zutraut.
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